➡️ Folge 137 – 

Wenn Gassi gehen nervt – Ehrliche Einblicke und echte Lösungen für den Alltag mit Hund

Gassi gehen. Das klingt nach frischer Luft, Bewegung, einem entspannten Spaziergang mit dem Hund. Aber was, wenn es einfach nur noch nervt? Wenn du dich morgens schon beim ersten Blick aus dem Fenster fragst, ob du nicht doch lieber eine Katze hättest?

In dieser Podcastfolge von Trust the Dog sprechen Claudia, die Hundetrainerin, und Bienie, die Hundehalterin, über ein Thema, das viele betrifft, aber kaum jemand offen anspricht: Wenn man einfach keine Lust mehr hat, mit dem Hund rauszugehen. Und dieser Blogbeitrag fasst die wichtigsten Gedanken, Impulse und ehrlichen Einblicke noch einmal in Ruhe zusammen.

Der Alltag mit Hund ist nicht immer Instagram-tauglich

Claudia ist ehrlich: Auch sie hat Tage, an denen sie beim Anblick des Regens denkt, sie hätte lieber einen Goldfisch. Und das, obwohl sie drei Hunde hat, seit Jahrzehnten mit Hunden lebt und Hundetrainerin ist. Aber Gassi gehen im Regen, mit drei nassen Hunden, matschigen Pfoten und stinkendem Auto? Nicht gerade das, was man sich unter “Hundeglück” vorstellt.

Es geht nicht darum, die Verantwortung abzugeben. Sondern um die Realität. Und die ist manchmal anstrengend. Besonders, wenn man mehrere Hunde hat, unterschiedliche Bedürfnisse beachten muss, und einfach mal einen schlechten Tag hat.

Hund im Mantel bei schlechtem Wetter beim Gassi gehen

Wenn der Spaziergang zur logistischen Herausforderung wird

Claudia beschreibt ihren Alltag: Zwei alte Hunde, die sich zurückfallen lassen, und eine junge Hündin, die alles interessant findet, schnüffelt, trödelt, dann plötzlich durchstartet. Wer mehrere Hunde hat, kennt diese Situation. Man ist gefühlt nie “im Fluss”, sondern ständig mit Aufpassen, Bremsen, Motivieren, Rufen beschäftigt.

Ein entspannter Spaziergang sieht anders aus. Und es ist okay, wenn du das nervig findest. Es macht dich nicht zu einem schlechten Halter. Es macht dich ehrlich. Und genau das ist der erste Schritt zu einer besseren Gassiroutine: Annehmen, dass es nicht immer leicht ist.

Was tun, wenn man keine Lust hat?

Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Folge: Es ist menschlich, mal keine Lust zu haben. Gerade im Winter, bei Regen, Dunkelheit oder wenn der Alltag ohnehin schon stressig ist. Claudia gesteht ganz offen: Es gibt Tage, da geht sie einfach nur in den Garten. Und das ist okay.

Nicht jeder Spaziergang muss zwei Stunden durch den Wald gehen. Wenn du deinem Hund auf anderen Wegen Auslastung bietest, wenn er sich sicher fühlt, wenn eure Bindung stimmt, dann darf der Spaziergang auch mal kleiner oder kürzer ausfallen.

Wenn alte Hunde langsamer werden

Ein weiterer Aspekt, der vielen nicht bewusst ist: Der Alltag mit Hund verändert sich, wenn der Hund älter wird. Claudia beschreibt sehr berührend, wie sie mit dem Tempo ihrer älteren Hunde konfrontiert wird. Früher joggte sie mit ihnen, jetzt bleibt einer zurück, der andere trödelt. Und die junge Hündin orientiert sich ausgerechnet an der Langsamsten.

Wer mehr als einen Hund hat, kennt dieses Dilemma. Unterschiedliche Bedürfnisse, unterschiedliche Energielevel. Und der Anspruch, es allen recht zu machen. Claudia macht vor, wie man kreativ wird: Spaziergänge aufteilen, mit einem Hund später nochmal losgehen, oder sich damit abfinden, dass nicht immer alles rund läuft.

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Dein Anker im Hundealltag: Der Trust the Dog  Junghunde-Onlinekurs

Du hast keinen Junghund mehr? Macht nichts. Der Trust the Dog Junghunde ist trotzdem Gold wert. Warum? Weil er dir zeigt, wie du von Anfang an eine echte Beziehung zu deinem Hund aufbaust. Kein “Sitz! Platz! Aus!”, sondern ein Verständnis für deinen Hund, seine Sprache, seine Bedürfnisse.

Du lernst, wie du deinen Hund sicher durch den Alltag begleitest, ihn verstehst, statt ihn zu kontrollieren. Claudia vermittelt Wissen, das bleibt. Alltagsnah, ehrlich, mit Herz und Humor.

Gerade wenn du oft das Gefühl hast, den Anschluss zu verlieren, dein Hund macht, was er will, oder du einfach mal wieder mit Freude Gassi gehen möchtest: Dann ist der Kurs genau richtig.

Jetzt starten und dir selbst und deinem Hund den Alltag leichter machen:

Wenn Hundebegegnungen anstrengend sind

Auch das ist ein Thema, das vielen die Lust am Spazierengehen nimmt: Hundebegegnungen. Gerade mit unsicheren oder unverträglichen Hunden kann das purer Stress sein. Bienie erzählt, wie sie gelernt hat, mit solchen Situationen umzugehen. Wie sie sich freut, wenn ihr Hund souverän bleibt. Und wie sie ihren Blick auf das, was wirklich zählt, verändert hat.

Nicht jede Begegnung muss perfekt laufen. Aber du darfst stolz auf deinen Hund sein, wenn er Fortschritte macht. Und du darfst dich zurückziehen, wenn dir der Trubel zu viel wird. Es gibt kein Muss. Nur Wege, die zu dir und deinem Hund passen.

Hund möchte gerne Spazieren gehen

Alltagstaugliche Tipps statt Hochglanztraining

Was diese Podcastfolge so wertvoll macht: Sie ist ehrlich. Es geht nicht um perfekte Erziehung oder darum, sich schlecht zu fühlen, wenn man keine Lust hat. Es geht darum, hinzufühlen: Was ist gerade los? Was braucht mein Hund? Was brauche ich?

Vielleicht ist es nicht der Hund, der nervt, sondern der Alltag. Vielleicht brauchst du mal eine Pause. Vielleicht darfst du auch einfach mal den Garten nutzen, statt bei Sturm und Dunkelheit durch den Wald zu rennen.

Ideen für Regentage – So kannst du deinen Hund drinnen beschäftigen

Wenn es draußen stürmt, schüttet oder einfach nur ungemütlich ist, brauchst du gute Alternativen, um deinen Hund auch im Haus sinnvoll zu beschäftigen. Denn Auslastung für den Hund bedeutet nicht nur Bewegung, sondern vor allem auch mentale Arbeit.

Ein Klassiker für drinnen ist das Suchspiel. Verstecke Leckerchen in der Wohnung: unter Decken, in Kartons, hinter Möbeln und lass deinen Hund mit der Nase arbeiten. Auch ein Schnüffelteppich oder eine selbstgemachte Leckerchensuche im Handtuch sorgt für geistige Beschäftigung.

Du kannst auch ein kleines Tricktraining einbauen. Tricks wie Pfote geben, Rollen, Gegenstände bringen oder auf eine Decke schicken sind nicht nur unterhaltsam, sondern stärken auch die Bindung und das Selbstvertrauen deines Hundes.

Für besonders clevere Hunde bieten sich intelligente Futterspiele oder Kauaufgaben an: wie befüllbare Kongs oder Schleckmatten. Wichtig ist: Wähle Beschäftigungen, die deinem Hund Spaß machen und nicht zu viel Frust erzeugen. So wird selbst ein verregneter Tag zu einem erfüllten Hundetag.

Hund spielt mit einem Spielzeug und schnüffelt statt Gassi zu gehen

Fazit: Du bist nicht falsch, wenn du genervt bist

Diese Podcastfolge macht Mut. Sie zeigt, dass selbst erfahrene Hundetrainerinnen genervt sein dürfen. Dass Alltag mit Hund nicht immer rosa Wolken bedeutet. Und dass es okay ist, wenn du dich manchmal fragst, warum du dir das alles antust.

Aber sie zeigt auch: Es gibt Lösungen. Kleine Veränderungen, neue Perspektiven, kreative Ideen. Du musst nicht perfekt sein. Du musst nur ehrlich sein. Mit dir und mit deinem Hund.

Wenn du also das nächste Mal denkst: “Ich hab keinen Bock auf Gassi” – dann denk an diesen Beitrag. Du bist nicht allein. Und vielleicht hilft dir ein bisschen Humor, ein bisschen Struktur – und ein richtig guter Onlinekurs von Trust the Dog.